ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Endlich war Heute das passende Wetter, um unser neues Objektiv auszutesten. Voller Vorfreude machten wir uns also um kurz vor Zehn auf den Weg in die Gelsenkirchener ZOOM Erlebniswelt – ein riesiger Zoo aufgeteilt in Asien, Afrika und Alaska.




















Ich war vor 2 Jahren schon einmal im Sommer dort und es war wahnsinnig toll. Man kommt nah an die Tiere, außer an die Bären und Co. und der Park ist schön großflächig angelegt. Es gibt sogar die Möglichkeit mit einem kleinen Boot um die Affeninsel herum zu schippern, doch dazu später mehr.

Da die Straßen dank des ausgiebig gefeierten Karnevals schon voll waren, entschlossen wir uns kurzerhand schnell mit der Bahn zu fahren. 30 Minuten sollten doch kein all zu langer Weg sein und die Schnapsleichen vom Vorabend hingen bestimmt noch im Bett. Na denkste! Der Bus samt Zug war rappel voll.

Endlich angekommen stellten wir uns schnell an die immer länger werdende Kassenschlange und schnappten uns noch den toll aussehenden Zooführer, damit wir nichts verpassen. Im Vorfeld sei schonmal gesagt, das wir uns nicht erhofften all zu viele Tiere zu sehen, da es trotz Sonnenschein nur frostige 6° Grad waren, aber ein paar sollten wir doch zu sehen bekommen.

So schoben wir uns die erste halbe Stunde durch Asien- ja schoben. Neben etlichen französischen Reisegruppen, die wir schon in der Bahn auf eine etwas andere Weise kennen lernen durften :D, waren auch alle Mami's und Papi's im Ruhrgebiet samt ihren Großfamilien im Kinderwagen unterwegs. Nein, ich habe absolut nicht gegen Kinder, nur gegen die die ohrenbetäubend brüllen und Ihre Eltern auf die Palme bringen, sodass diese noch schlimmer schreien als ihre Zöglinge selbst. So wurde das Vogelhaus zum Affenhaus des Menschen und eine Frage wie „Du Mama, sterben im Zoo etwa die Tiere auch?“ war nicht all zu selten. Die tropische Hitze machte den ganzen Lärm um Vogelgezwitscher, Kinder- und Mamagebrüll nicht sonderlich erträglicher.

Um zu unserem eigentlichen Wollen zurück zu kommen, waren dort massig Vögel die sich auch fotogemäß auf den vordersten Ast setzten, doch bevor der Auslöser „Klick“ machte, rappelte das nächste Kind am Baum. Nach 1 ½ Stunden machten nicht nur wir ein dummes Gesicht, sondern auch die neben uns stehende Holzfigur. Es war wie die Ironie des Schicksals. Aus dem Vogelhaus raus standen wir vor dem riesigen Affengehege- jedoch noch vollkommen allein. Kein Affe, nichtmal ein Äffchen. Hier wurden wir aber noch nicht stutzig.




















Also rausgeschoben aus Asien und reingeschoben ins „kalte“ Alaska. Den Anfang Alaska's machte ein großer Teich. Noch mit Eisschicht, daher noch ohne Flamingo's. Okay, das verkraften wir auch noch. Dann ballte sich eine Menschenmasse um das Waschbärengehege- Was gibt’s da umsonst? Zwei Schupser weiter bekamen wir mit, das lediglich 2 Waschbären Steine im Wasser wuschen. Nichts spektakuläres, dennoch ein eigentliches Foto wert. Leider machten die anderen uns einen Strich durch die Rechnung, es wurde gedrängelt, geschoben, gejault und alle hielten ihre Digicam ins Bild. Also weiter.. und weiter... und weiter... und was sahen wir? NICHTS! Es war nirgend's auch nur ein Tier zu sehen, und uns wurde klar das wir wohl knapp 30€ für leere Gehege bezahlt hatten. Aber wir hatten noch Hoffnung. Die nächste Station waren die Enten und sie waren da. Dennoch ist an so einer Ente nichts wirklich fotogen.

Solangsam zog sich der ganze Zoobesuch etwas hin, das vorher toll empfundene weitläufige Gebiet entpuppte sich bei leeren Gehegen als unendlicher Weg des „Ich-roll-dich-mit-dem-Kinderwagen-um“. Und da kam ein kleiner großer Lichtblick - das Braunbärgehege. Dort reihten sich die Menschen schon genauso auf wie die Vögel auf dem nebenstehenden Felsen.




















Wir sicherten uns einen Platz weit vorne um wenigstens etwas vor die Linse zu bekommen und dort saß ein großer Braunbär mit genauso wenig Lust, angelehnt an einem großen Stein, und dem gleichen Gesicht wie die Zoobesucher mittlerweile hatten. Ab und zu witmete er uns allen einen bösen Blick ala „Was guckst du?“ und schlief dann weiter. Nach 20 Minuten des nichts-tuns gingen wir weiter, mit Bärenblick und Bärenlust.




















Die letzte Station unseres Zoobesuchs war sogleich auch die belebteste - das Robbenbecken. Dort wühlten und schnaubten 7 Robben durch's Becken und sonnten Ihre dicken Bäuche.




















Nach 5 Minuten war auch hier die Luft aus allen raus, und einer nach dem anderen gähnte. Was eine Bomben- Pardon Robbenstimmung!




















Geplant war noch der Zooteil Afrika, doch man hörte schon am Anfang das man dort ebenso nur eine leere Insel umrunden konnte und sämtliche Tiere noch in den Tierhäusern untergebracht waren, in die man nicht kam und so endete unser Tag genauso wie er angefangen hatte- im vollen Zug zurück nach Oberhausen mit einer bunt gekleideten Menschenmasse die zum 200 mal „Da hat das Rote Pferd...“ sangen. Hellau und Tschüss für Heute! :D

1 Kommentare:

Fräulein Flauschig hat gesagt…

sehr schöne bilder :)

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
 

Copyright © 2010 levatura